Die klinischen Schwerpunkte unserer Arbeitsgruppe liegen in der Identifikation und Validierung von Biomarkern sowie im Einsatz verschiedener Neuromonitoring-Verfahren zur Verbesserung der Entwicklungsprognose nach perinataler Hirnschädigung. Ein weiterer Fokus besteht in der Evaluation neuroprotektiver Strategien mit dem Ziel, die langfristige neurologische Entwicklung sehr kleiner Frühgeborener sowie kranker Neugeborener zu verbessern. Unser Perinatalzentrum nimmt zudem an zahlreichen multizentrischen nationalen und internationalen Studien teil.

    Eigene Studien

    Biomarker-Forschung

    Untersuchung nicht-invasiver Biomarker in Urin und Stuhl zur Früherkennung und Prognose perinataler Hirnschädigungen.

    Neuromonitoring und zerebrale Bildgebung

    High-Resolution Ultraschall
    Hochauflösende Schädelsonographie zur Früherkennung zerebraler Läsionen
    Kontrastmittelverstärkter Ultraschall (CEUS)

    Einsatz des kontrastmittelverstärkten Ultraschalls zur Beurteilung der zerebralen Perfusion im Bereich der Mikro- und Makrovaskularisation.
    MRT-Prognosescore

    Entwicklung eines klinisch anwendbaren Scores zur Vorhersage der neurologischen Langzeitentwicklung sehr kleiner Frühgeborener.

    Lungensonographie

    Wissenschaftlich begleitete Implementierung der Lungensonographie zur Einsparung von Röntgenstrahlen und Vorhersage des pulmonalen Outcomes.

    Musiktherapiestudie

    Randomisiert-kontrollierte Studie zum Effekt von Musiktherapie auf die langfristige neurologische Entwicklung sehr kleiner Frühgeborener.

    Positionierungsstudie

    Untersuchung des Einflusses verschiedener Positionierungstechniken auf die Entwicklung Frühgeborener.

    Multizentrische Studien

    CURENET / GREAT

    Register zur Ursachenforschung (Genetik, Umwelt) sowie Dokumentation klinischer Behandlungsverläufe und psychosozialem Outcome bei anorektalen Malformationen (CURENET), Blasenekstrophie und Ösophagusatresien (GREAT).

    Deutsches Hypothermie Register

    Verbesserung der Behandlungsqualität bei perinataler Asphyxie und Identifizierung von Risiko- und Prognosefaktoren.

    ESPED

    Erhebungseinheit für seltene pädiatrische Erkrankungen in Deutschland.

    ENSEMBLE

    Europäisches Projekt zur Frühdiagnose neurologischer Behinderungen bei gefährdeten Säuglingen unter 6 Monaten.

    GNN

    Das German Neonatal Network untersucht seit 2009 Langzeiteffekte genetischer, klinischer und sozialer Risikofaktoren sowie den Einfluss zentrumsspezifischer Behandlungsstrategien auf die Entwicklung sehr kleiner Frühgeborener.

    KI-BPD Konsortium

    KI-gestützte Exploration der bronchopulmonalen Dysplasie bei Frühgeborenen (BPD-KI): multizentrische frühe Risikoprädiktion aus Thoraxröntgenbildern und klinischen Parametern.

    MARIE

    Multizentrische Beobachtungsstudie zu Neugeborenen mit perinataler Asphyxie: Klinische Daten, neurologische Diagnostik (EEG/aEEG, GMA), Bildgebung (MRT) und longitudinale Untersuchung von Mikrobiom/Metabolom mit Follow-up nach 3 Monaten, 2 und 5 Jahren.

    NUM Päd Stroke

    Deutsche Multizentrestudie im Rahmen des Netzwerkes Universitätsmedizin zu kindlichem Schlaganfall

    PABLO

    Europäische, prospektive Registerstudie zu Risikofaktoren und Bildgebungsbefunden bei perinatalem arteriell-ischämischem Schlaganfall sowie zerebraler sinovenöser Thrombose bei Frühgeborenen ≤37 Schwangerschaftswochen.

    PICCASO

    Europäische, retrospektive Multizenterstudie zu Risikofaktoren und Bildgebungsbefunden bei perinatalem arteriell-ischämischem Schlaganfall sowie zerebraler sinovenöser Thrombose bei Frühgeborenen ≤35 Schwangerschaftswochen.

    pro.LISA

    Untersuchung des Effektes einer prophylaktischen Surfactant-Behandlung bei Frühgeborenen (25.–28+6 SSW) auf die Lungenfunktion im Alter von fünf Jahren.

    MICRONEST

    (EU-Verbundprojekt, Start 9/2026) Erstellung eines digitalen Zwillings um das Autismusrisiko bei Frühgeborenen früher vorherzusagen und gezieltere Therapien einzuleiten.

    Abgeschlossene Studien